logo-TransACTwuk_logo_web
03 Centro de Teatro do Oprimido (CTO Rio), Brasilien Drucken E-Mail
Geschrieben von: Veranstalter Wien   

Montag, 26. Oktober 2009, 20.30 Uhr, WUK Großer Saal
Centro de Teatro do Oprimido (CTO-Rio), Brasilien (www.ctorio.org.br)

Das CTO Rio (Centro de Teatro do Oprimido = Zentrum des Theaters der Unterdrückten, gegründet 1986) ist eine Orga­nisation, die sich der Verbreitung, Entwicklung und Erforschung des „Theaters der Unterdrückten” widmet. Das CTO Rio setzt soziale und kulturelle Projekte in ganz Brasilien um und hilft bei der Gründung von Forumtheater-Gruppen. Unter der künstlerischen Leitung von Augusto Boal entwickelt ein Team von JokerInnen (Curingas) das „Legislative Theater”, durch welches seit 1993 die Formulierung und Verabschiedung von zahlreichen Gesetzen gefördert wurde. Die Bildungsaktivitäten – in Brasilien und außerhalb – umfassen Theater-Labors, Dramaturgie-Seminare und Kurse in Forumtheater und der „Regenbogen-der-Wünsche”-Technik. Im Rahmen eines Praktikum-Programms und einer UNESCO-Partnerschaft beherbergt das CTO Rio immer wieder Trainees aus aller Welt. Das Team des CTO Rio verfügt über fundierte Erfahrungen im Training von FacilitatorInnen für das Theater der Unterdrückten, es zeichnet verantwortlich für die Erstellung und Durchführung von Projekten mit GefängniswärterInnen und Gefangenen und beteiligt sich an Projekten für Jugendliche, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind. Ergänzend dazu, fungiert das CTO-Team als kulturelle ModeratorInnen in demokratischen Beteiligungs-prozessen („participação popular”) – in Zusammenarbeit mit fortschrittlichen Stadtämtern – und engagiert sich als PädagogInnen und DarstellerInnen für die MST („Bewegung der landlosen ArbeiterInnen”). Das CTO Rio besteht aus mehr als 100 MitarbeiterInnen. Es ist Veranstalter des jährlichen FESTEL in Rio („Festival des Legislativen Theaters“) und ist seit 2001 Herausgeber der portugiesisch- und englischsprachigen Zeitschrift METAXIS.


CTO Rio (Centro de Teatro do Oprimido, Rio de Janeiro), “Coisas do Gênero”
Ein Schau-Spiel, ein Forumtheater der Bilder, ausschließlich in non-verbaler Sprache. „Coisas do Gênero“ ist die Geschichte einer Frau, die um ihren eigenen Platz, um Anerkennung und Unabhängigkeit kämpft. Die Inszenierung beginnt mit dem Tanz der „Orixás“ [das sind indianisch-brasilianische Gottheiten/Geister]: ein Gruß an Mutter Erde und eine Feier des Weiblichen und Männlichen bei der Erschaffung des Lebens. Geschöpfe werden vom selben Bauch geboren und durch die Gesellschaft getrennt, die sie umwandelt in Mann und Frau.
Die Größe, die Entdeckung und der Ausbruch der Liebe führen zu Hochzeit, Gründen einer Familie und zu einem aufreibenden Leben im Haushalt. Die Frau, nun Ehefrau, hält Ausschau nach einer beruflichen Tätigkeit außerhalb des Hauses und gerät unter Druck eines doppelten Arbeitstages; ihr Leben wird zur Qual. Sie versucht, aus dieser Lage zu entkommen, aber sie scheitert.
Mit dem Stück wurde 2004 die „First National Conference of Politics for Women“ eröffnet, vor einem Publikum von 3000 Frauen aus ganz Brasilien. Mit „Coisas do Gênero“ war CTO Rio bei Festivals in Frankreich (2005), Indien (2006), Palästina (2007) und Kroatien (Juni 2009) vertreten.

CTO_Rio_-_Coisas_do_Gnero_85

 

 

Unterstützt von ...

grbi_logo_druckbmukklogo-nur_bild

site by weibsbild.at
Festivalprogramm WFTF in Wien Aufführungen 03 Centro de Teatro do Oprimido (CTO Rio), Brasilien
Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)French (Fr)Español (spanish formal Internacional)